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Mehrsprachige Suchmaschinenoptimierung mit hreflang

Was ist Hreflang?

Hreflang ist ein Signal, das einer Suchmaschine mitteilt, welche Sprach- und/oder Länderversion desselben Inhalts auf einer mehrsprachigen oder regionenübergreifenden Website einem bestimmten Nutzer angezeigt werden soll. In der Regel wird es im <head>-Bereich der Seite mit dem Tag <link rel="alternate" hreflang="..."> umgesetzt; alternativ kann es auch über einen HTTP-Header oder eine Sitemap definiert werden, wobei jedoch nur eine dieser drei Methoden verwendet werden sollte.

Hreflang gibt nicht an, dass es sich um eine „Übersetzung“ einer Seite handelt, sondern dass verschiedene Sprach- bzw. Länderversionen, die demselben Zweck dienen, miteinander in Verbindung stehen. Beispielsweise können auf einer E-Commerce-Website die Preise auf Englisch in USD und auf Türkisch in TL angezeigt werden; hreflang verknüpft diese beiden Versionen miteinander und sorgt dafür, dass der richtige Nutzer die richtige Version sieht.

Hreflang ist kein Weiterleitungsmechanismus (Redirect); es leitet den Nutzer nicht automatisch in eine andere Sprache weiter, sondern teilt Google lediglich mit: „Für diese Seite gibt es Alternativen in diesen Sprachen.“ Welche Version der Nutzer zu sehen bekommt, wird weitgehend durch Googles eigene geografische/sprachliche Einschätzung bestimmt.

Warum ist das wichtig?

Ohne hreflang könnte Google einem Nutzer, der auf Englisch sucht, versehentlich die türkische Version der Website anzeigen oder umgekehrt; dies führt dazu, dass der Nutzer die Seite sofort wieder verlässt (Bounce). Die korrekte Anwendung von hreflang sorgt dafür, dass jeder Nutzer die Seite sieht, die seinen Sprach- und Regionspräferenzen entspricht, und verbessert so die Nutzererfahrung und indirekt auch die Konversionsrate.

Außerdem verhindert es Verwirrung durch doppelte Inhalte (Duplicate Content) zwischen verschiedenen Sprachversionen desselben Inhalts: Google erkennt die Seiten innerhalb einer hreflang-Gruppe als Alternativen zueinander an und nicht als konkurrierende Seiten, die sich gegenseitig „die Show stehlen“. Dies wird insbesondere bei verschiedenen regionalen Varianten derselben Sprache (z. B. tr-TR und tr-CY) noch kritischer.

Wenn mehrere gleichwertige SEO-Signale (wie kanonische URLs, „robots“-Meta-Tags in der robots.txt-Datei und hreflang-Angaben) demselben Zweck dienen, ist es sinnvoller, eine einzige zuverlässige Quelle auszuwählen: Die Wiederholung von Signalen in mehreren Formaten verbessert die SEO nicht, sondern erhöht lediglich das Risiko von Inkonsistenzen.

Wie lässt sich das beheben?

Beispiel

<link rel="alternate" hreflang="tr" href="https://beispiel.de/tr/seite" />
<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://beispiel.de/en/page" />
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://beispiel.de/en/page" />

Schlechtes Beispiel: Auf der türkischen Seite mit „hreflang“ auf die englische Version verweisen, aber auf der englischen Seite keinen Rückverweis auf die türkische Version einfügen – dieser einseitige Verweis wird von Google als ungültig angesehen und die Gruppe wird überhaupt nicht erkannt.

Häufige Fehler